IHK Geprüfte/r Bilanzbuchhalter/in – Bachelor Professional in Bilanzbuchhaltung — Questions and Answers
Question 1: Was ist unter 'Financial Due Diligence' zu verstehen?
- Die Erstellung des Finanzplans für das nächste Geschäftsjahr
- Die Bonitätsprüfung durch die Hausbank
- Die gesetzlich vorgeschriebene Jahresabschlussprüfung
- Eine sorgfältige Prüfung der finanziellen Lage eines Unternehmens vor einer Transaktion (Correct answer)
Correct answer: Eine sorgfältige Prüfung der finanziellen Lage eines Unternehmens vor einer Transaktion
Financial Due Diligence ist eine systematische Untersuchung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens im Rahmen von Unternehmenstransaktionen wie M&A.
Question 2: Was versteht man im IFRS-Kontext unter latenten Steuern gemäß IAS 12?
- Steuern, die noch nicht an das Finanzamt abgeführt wurden
- Steuern, die im IFRS-Abschluss nicht in der GuV erfasst werden
- Steuererstattungen aus vergangenen Perioden
- Künftige Steuerbe- oder -entlastungen, die aus temporären Differenzen zwischen IFRS-Buchwert und steuerlichem Wertansatz von Vermögenswerten und Schulden entstehen (Correct answer)
Correct answer: Künftige Steuerbe- oder -entlastungen, die aus temporären Differenzen zwischen IFRS-Buchwert und steuerlichem Wertansatz von Vermögenswerten und Schulden entstehen
Latente Steuern nach IAS 12 entstehen aus temporären Differenzen zwischen dem IFRS-Buchwert und dem steuerlichen Wertansatz von Vermögenswerten oder Schulden und spiegeln damit künftige Steuerbe- oder -entlastungen wider.
Question 3: Was versteht man unter dem Begriff 'Beyond Budgeting'?
- Ein Verfahren zur Budgetkonsolidierung im Konzern
- Ein moderner Managementansatz, der starre Jahresbudgets durch flexible, dezentrale Steuerungsmechanismen ersetzt (Correct answer)
- Die Planung außerplanmäßiger Ausgaben
- Eine Methode zur Erhöhung des Budgets über gesetzliche Grenzen hinaus
Correct answer: Ein moderner Managementansatz, der starre Jahresbudgets durch flexible, dezentrale Steuerungsmechanismen ersetzt
'Beyond Budgeting' ist ein Managementansatz, der traditionelle starre Budgets durch flexible Ziele, dezentrale Entscheidungsverantwortung und rollierende Prognosen ersetzt.
Question 4: Was regelt ein Gesellschaftsvertrag (Satzung) bei einer GmbH?
- Ausschließlich die Vergütung der Geschäftsführer
- Die steuerliche Behandlung von Ausschüttungen
- Die internen Arbeitsabläufe und Geschäftsprozesse des Unternehmens
- Firma, Sitz, Unternehmensgegenstand, Stammkapital und Geschäftsanteile der Gesellschafter als Mindestinhalt (Correct answer)
Correct answer: Firma, Sitz, Unternehmensgegenstand, Stammkapital und Geschäftsanteile der Gesellschafter als Mindestinhalt
Der Gesellschaftsvertrag einer GmbH muss gemäß § 3 GmbHG mindestens Firma, Sitz, Gegenstand des Unternehmens sowie Stammkapital und die Stammeinlagen der Gesellschafter enthalten.
Question 5: Was sind aktuelle Entwicklungen im Bereich Steuerrecht?
- Keine Veränderungen
- Nur EU-Vorgaben
- Gesetzesänderungen, technologische Neuerungen und neue Standards (Correct answer)
- Nur historische Entwicklungen
Correct answer: Gesetzesänderungen, technologische Neuerungen und neue Standards
Aktualität ist in der Prüfungsvorbereitung wichtig.
Question 6: Was versteht man unter einer stille Gesellschaft?
- Eine Gesellschaft ohne Geschäftsführer
- Eine GmbH ohne öffentlichen Gesellschaftsvertrag
- Eine Gesellschaft, bei der sich ein Dritter mit einer Einlage am Handelsgewerbe beteiligt, ohne nach außen in Erscheinung zu treten (Correct answer)
- Eine Kommanditgesellschaft ohne Hafteinlage
Correct answer: Eine Gesellschaft, bei der sich ein Dritter mit einer Einlage am Handelsgewerbe beteiligt, ohne nach außen in Erscheinung zu treten
Bei der stillen Gesellschaft beteiligt sich ein Stiller mit einer Einlage am Handelsgewerbe eines anderen (tätiger Gesellschafter), tritt nach außen jedoch nicht in Erscheinung.
Question 7: Was ist der wesentliche Unterschied zwischen einer GmbH und einer AG hinsichtlich der Kapitalaufbringung?
- Die GmbH hat Grundkapital, die AG hat Stammkapital
- Die AG hat ein in Aktien aufgeteiltes Grundkapital (Mindest 50.000 €), die GmbH ein Stammkapital (Mindest 25.000 €) (Correct answer)
- Beide Gesellschaftsformen erfordern ein Mindestkapital von 100.000 €
- Die AG kann kein Fremdkapital aufnehmen, die GmbH schon
Correct answer: Die AG hat ein in Aktien aufgeteiltes Grundkapital (Mindest 50.000 €), die GmbH ein Stammkapital (Mindest 25.000 €)
Die Aktiengesellschaft hat ein in Aktien zerlegtes Grundkapital von mindestens 50.000 €, die GmbH ein Stammkapital von mindestens 25.000 €, das auf Geschäftsanteile aufgeteilt ist.
Question 8: Was sind die häufigsten Prüfungsaufgaben im Bereich Steuerrecht?
- Anwendungsaufgaben, Fallbeispiele und Wissensfragen zu Kernthemen (Correct answer)
- Nur Definitionen
- Nur Lückentexte
- Nur Rechenaufgaben
Correct answer: Anwendungsaufgaben, Fallbeispiele und Wissensfragen zu Kernthemen
Prüfungen testen vor allem die Anwendung von Fachwissen.
Question 9: Was ist der Unterschied zwischen Prokura und Handlungsvollmacht?
- Die Prokura umfasst alle Rechtshandlungen ohne Beschränkung; die Handlungsvollmacht ist auf bestimmte Geschäfte begrenzt (Correct answer)
- Die Handlungsvollmacht ist umfangreicher als die Prokura
- Prokura gilt nur gegenüber Behörden
- Beide Vollmachten sind identisch in ihrem Umfang
Correct answer: Die Prokura umfasst alle Rechtshandlungen ohne Beschränkung; die Handlungsvollmacht ist auf bestimmte Geschäfte begrenzt
Die Prokura ist eine sehr weitreichende Vollmacht für alle gerichtlichen und außergerichtlichen Handlungen, während die Handlungsvollmacht auf den üblichen Geschäftsbetrieb oder bestimmte Geschäfte beschränkt ist.
Question 10: Was ist das primäre Ziel der IFRS-Rechnungslegung gemäß dem Rahmenkonzept?
- Vermittlung entscheidungsnützlicher Informationen für Investoren und Gläubiger (Correct answer)
- Steuerliche Gewinnermittlung und Ausschüttungsbemessung
- Gläubigerschutz durch vorsichtige Bewertung
- Sicherung der Liquidität des Unternehmens
Correct answer: Vermittlung entscheidungsnützlicher Informationen für Investoren und Gläubiger
Das IFRS-Rahmenkonzept definiert als primäres Ziel die Bereitstellung entscheidungsnützlicher Informationen für aktuelle und potenzielle Investoren, Kreditgeber und andere Gläubiger.
Question 11: Was ist eine Plankostenrechnung und wozu dient sie?
- Eine Kostenrechnungsmethode, bei der Kosten vorab geplant werden, um Soll-Ist-Vergleiche und Abweichungsanalysen zu ermöglichen (Correct answer)
- Ein Verfahren zur Ermittlung der Vollkosten nach dem Umsatzkostenverfahren
- Eine nachkalkulatorische Ermittlung der tatsächlich angefallenen Kosten je Kostenstelle
- Die Kalkulation von Produktpreisen auf Basis historischer Kostendaten
Correct answer: Eine Kostenrechnungsmethode, bei der Kosten vorab geplant werden, um Soll-Ist-Vergleiche und Abweichungsanalysen zu ermöglichen
Die Plankostenrechnung legt Sollkosten für Kostenarten und -stellen fest, vergleicht diese nach der Periode mit den Istkosten und analysiert Abweichungen zur Kostenkontrolle und Wirtschaftlichkeitsbeurteilung.
Question 12: Was sind die wichtigsten Grundlagen im Bereich Kostenrechnung und Controlling?
- Nur Theorie
- Nur Auswendiglernen
- Nur Praxis
- Systematisches Fachwissen, praktische Anwendung und aktuelle Vorschriften (Correct answer)
Correct answer: Systematisches Fachwissen, praktische Anwendung und aktuelle Vorschriften
Der Bereich Kostenrechnung und Controlling erfordert sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Kompetenz.
Question 13: Was ist der Unterschied zwischen strategischer und operativer Planung?
- Strategische Planung ist langfristig (3–10 Jahre) und setzt Ziele, operative Planung ist kurzfristig (1 Jahr) und konkretisiert die Umsetzung (Correct answer)
- Strategische Planung ist Aufgabe des Aufsichtsrats, operative Planung des Prokuristen
- Strategische Planung ist vergangenheitsorientiert, operative Planung zukunftsorientiert
- Strategische Planung erstellt den Jahresabschluss, operative Planung den Investitionsplan
Correct answer: Strategische Planung ist langfristig (3–10 Jahre) und setzt Ziele, operative Planung ist kurzfristig (1 Jahr) und konkretisiert die Umsetzung
Strategische Planung legt langfristige Unternehmensziele und -strategien fest, während die operative Planung diese in konkrete, kurzfristige Maßnahmen und Budgets überführt.
Question 14: Wie klassifiziert IFRS 9 finanzielle Vermögenswerte?
- In drei Kategorien: zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC), erfolgsneutral zum Fair Value (FVOCI) und erfolgswirksam zum Fair Value (FVTPL) (Correct answer)
- Nach denselben vier Kategorien wie der Vorgängerstandard IAS 39
- Ausschließlich zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value)
- In zwei Kategorien: Held-to-Maturity und Available-for-Sale
Correct answer: In drei Kategorien: zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC), erfolgsneutral zum Fair Value (FVOCI) und erfolgswirksam zum Fair Value (FVTPL)
IFRS 9 klassifiziert finanzielle Vermögenswerte in drei Kategorien: zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC), erfolgsneutral zum Fair Value über das sonstige Ergebnis (FVOCI) und erfolgswirksam zum Fair Value (FVTPL).
Question 15: Was ist ein Meilensteinplan in der Unternehmensplanung?
- Ein detaillierter Tagesplan für operative Aufgaben
- Ein Plan zur Messung der Jahresrendite
- Eine Liste aller Mitarbeiterziele eines Jahres
- Ein Zeitplan, der wichtige Zwischenziele (Meilensteine) und deren Erreichungstermine festlegt (Correct answer)
Correct answer: Ein Zeitplan, der wichtige Zwischenziele (Meilensteine) und deren Erreichungstermine festlegt
Ein Meilensteinplan definiert wichtige Etappenziele in einem Projekt oder Vorhaben mit konkreten Terminen und ermöglicht die Fortschrittskontrolle.
Question 16: Was ist unter dem Prinzip der Satzungsstrenge bei der AG zu verstehen?
- Satzungsänderungen erfordern Einstimmigkeit aller Aktionäre
- Die AG-Satzung ist nicht änderbar nach der Gründung
- Die Satzung der AG kann nur in den gesetzlich ausdrücklich vorgesehenen Punkten von den Bestimmungen des AktG abweichen (Correct answer)
- Die Satzung muss mindestens 100 Seiten umfassen
Correct answer: Die Satzung der AG kann nur in den gesetzlich ausdrücklich vorgesehenen Punkten von den Bestimmungen des AktG abweichen
Das Prinzip der Satzungsstrenge (§ 23 Abs. 5 AktG) besagt, dass die Satzung der AG vom Aktiengesetz nur abweichen darf, wenn das Gesetz dies ausdrücklich erlaubt, um Aktionäre vor nachteiligen Satzungsgestaltungen zu schützen.
Question 17: Welche Praxisbeispiele sind für Steuerrecht relevant?
- Realistische Fallbeispiele aus dem beruflichen Alltag (Correct answer)
- Nur historische Fälle
- Keine Beispiele nötig
- Nur theoretische Beispiele
Correct answer: Realistische Fallbeispiele aus dem beruflichen Alltag
Praxisnahe Beispiele helfen beim Verständnis und der Prüfungsvorbereitung.
Question 18: Was versteht man unter dem Fair Value gemäß IFRS 13?
- Den Buchwert eines Vermögenswerts laut Bilanz
- Den steuerlichen Teilwert eines Wirtschaftsguts
- Den Anschaffungskostenwert abzüglich planmäßiger Abschreibungen
- Den Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen sachverständigen Marktteilnehmern beim Verkauf eines Vermögenswerts erzielt würde (Exit Price) (Correct answer)
Correct answer: Den Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen sachverständigen Marktteilnehmern beim Verkauf eines Vermögenswerts erzielt würde (Exit Price)
IFRS 13 definiert den Fair Value als den Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts erzielt würde (sogenannter Exit Price).
Question 19: Was ist ein Management-Dashboard im Berichtswesen?
- Ein standardisiertes Formular für Behördenmeldungen
- Eine grafisch aufbereitete Übersicht der wichtigsten KPIs für schnelle Entscheidungsunterstützung des Managements (Correct answer)
- Die interne Buchführungssoftware des Unternehmens
- Ein gesetzlich vorgeschriebener Bestandteil des Jahresabschlusses
Correct answer: Eine grafisch aufbereitete Übersicht der wichtigsten KPIs für schnelle Entscheidungsunterstützung des Managements
Ein Management-Dashboard visualisiert die wichtigsten Leistungskennzahlen komprimiert und übersichtlich, sodass Führungskräfte auf einen Blick den Unternehmensstatus erfassen und Handlungsbedarf erkennen können.
Question 20: Wie werden stille Reserven in der Bilanzanalyse behandelt?
- Stille Reserven müssen gemäß HGB offengelegt werden
- Sie sind aufzudecken und dem bilanziellen Eigenkapital hinzuzurechnen, um das tatsächliche Eigenkapital zu ermitteln (Correct answer)
- Stille Reserven werden in der Bilanzanalyse ignoriert
- Sie vermindern das bilanzielle Eigenkapital und sind zu subtrahieren
Correct answer: Sie sind aufzudecken und dem bilanziellen Eigenkapital hinzuzurechnen, um das tatsächliche Eigenkapital zu ermitteln
Da stille Reserven das bilanzielle Eigenkapital nach unten verzerren, sind sie bei einer bereinigten Bilanzanalyse aufzudecken und dem Eigenkapital hinzuzurechnen, um die tatsächliche wirtschaftliche Lage zu beurteilen.
Question 21: Welcher Zinssatz dient beim WACC als Gewichtungsbasis?
- Nur der Fremdkapitalzins nach Steuern
- Nur die Eigenkapitalkosten
- Gewichteter Durchschnitt aus Eigen- und Fremdkapitalkosten (Correct answer)
- Der risikofreie Zinssatz des Kapitalmarkts
Correct answer: Gewichteter Durchschnitt aus Eigen- und Fremdkapitalkosten
Der WACC (Weighted Average Cost of Capital) ist der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten gemäß der Kapitalstruktur.
Question 22: Was regelt IAS 36 im Zusammenhang mit Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten?
- Die Erstbewertung bei Anschaffung oder Herstellung
- Die Anhangangaben zu Sachanlagen
- Den Wertminderungstest (Impairment Test) und die Erfassung von Wertminderungsaufwand (Correct answer)
- Die planmäßige Abschreibung über die Nutzungsdauer
Correct answer: Den Wertminderungstest (Impairment Test) und die Erfassung von Wertminderungsaufwand
IAS 36 regelt den Wertminderungstest: Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag (höherer Wert aus Nutzungswert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten), ist ein Wertminderungsaufwand zu erfassen.
Question 23: Wie verknüpft sich Steuerrecht mit anderen Fachgebieten?
- Nur mit Wirtschaft
- Gar nicht
- Durch fachübergreifende Zusammenhänge und interdisziplinäre Anwendungen (Correct answer)
- Nur mit Recht
Correct answer: Durch fachübergreifende Zusammenhänge und interdisziplinäre Anwendungen
Fachübergreifendes Denken wird in Prüfungen zunehmend gefordert.
Question 24: Was misst die Anlagenintensität?
- Den Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen (Correct answer)
- Den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital
- Die Abschreibungsquote des Anlagevermögens
- Das Verhältnis von Umsatz zu Anlagevermögen
Correct answer: Den Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen
Die Anlagenintensität (Anlagevermögen ÷ Gesamtvermögen × 100) zeigt, wie kapitalintensiv ein Unternehmen ist und welcher Anteil des Vermögens langfristig gebunden ist.
Question 25: Was ist eine Hochrechnung (Forecast) im Jahresverlauf?
- Die rückwirkende Korrektur gebuchter Geschäftsvorfälle
- Der ursprüngliche Jahresplan ohne Anpassungen
- Der Abschlussbericht zum Ende des Geschäftsjahres
- Eine aktualisierte Schätzung des Jahresergebnisses auf Basis der Ist-Zahlen und der verbleibenden Planperiode (Correct answer)
Correct answer: Eine aktualisierte Schätzung des Jahresergebnisses auf Basis der Ist-Zahlen und der verbleibenden Planperiode
Der Forecast aktualisiert die ursprüngliche Jahresplanung regelmäßig (z.B. quartalsweise), indem bereits realisierte Ist-Werte mit angepassten Planwerten für die verbleibenden Monate kombiniert werden.
Question 26: Welches Organ ist bei einer Aktiengesellschaft für die Bestellung des Vorstands zuständig?
- Der Vorstand selbst
- Der Aufsichtsrat (Correct answer)
- Die Hauptversammlung
- Das Registergericht
Correct answer: Der Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat einer AG bestellt und überwacht den Vorstand; er ist nach § 84 AktG das zuständige Organ für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern.
Question 27: Welche Praxisbeispiele sind für Kostenrechnung und Controlling relevant?
- Nur historische Fälle
- Nur theoretische Beispiele
- Keine Beispiele nötig
- Realistische Fallbeispiele aus dem beruflichen Alltag (Correct answer)
Correct answer: Realistische Fallbeispiele aus dem beruflichen Alltag
Praxisnahe Beispiele helfen beim Verständnis und der Prüfungsvorbereitung.
Question 28: Welche Information liefert der Anlagenintensitätsgrad?
- Die Effizienz des Anlagevermögens gemessen am erzeugten Umsatz
- Das Verhältnis von Eigenkapital zu Anlagevermögen
- Den Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme, als Maß für die Kapitalintensität (Correct answer)
- Den Abschreibungsbedarf des Anlagevermögens in der nächsten Periode
Correct answer: Den Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme, als Maß für die Kapitalintensität
Die Anlagenintensität = Anlagevermögen / Bilanzsumme × 100 zeigt, wie kapitalintensiv ein Unternehmen aufgestellt ist; hohe Werte sind typisch für produzierende Unternehmen.
Question 29: Was versteht man unter Bilanzpolitik?
- Gezielte Gestaltung des Jahresabschlusses innerhalb der gesetzlichen Spielräume zur Erreichung bestimmter Ziele (Correct answer)
- Die Festlegung der Bilanzierungsgrundsätze durch den Gesetzgeber
- Die Erstellung des Jahresabschlusses nach IFRS
- Die Prüfung des Jahresabschlusses durch den Wirtschaftsprüfer
Correct answer: Gezielte Gestaltung des Jahresabschlusses innerhalb der gesetzlichen Spielräume zur Erreichung bestimmter Ziele
Bilanzpolitik umfasst alle legalen Maßnahmen zur bewussten Gestaltung des Jahresabschlusses, z.B. durch Nutzung von Wahlrechten und Ermessensspielräumen bei Bewertung und Ausweis.
Question 30: Wie bereitet man sich am besten auf Steuerrecht vor?
- Gar nicht vorbereiten
- Nur zuhören
- Systematisch lernen, Übungsfragen lösen und Praxisbeispiele durcharbeiten (Correct answer)
- Nur lesen
Correct answer: Systematisch lernen, Übungsfragen lösen und Praxisbeispiele durcharbeiten
Eine Kombination aus Theorie, Übung und Praxis ist am effektivsten.
Question 31: Nach welchem Grundprinzip erfolgt die Umsatzrealisierung gemäß IFRS 15?
- Mit Rechnungsstellung an den Kunden
- Bei Vertragsabschluss mit dem Kunden
- Mit Übertragung der Verfügungsmacht (Control) an den Kunden (Correct answer)
- Bei Zahlungseingang vom Kunden
Correct answer: Mit Übertragung der Verfügungsmacht (Control) an den Kunden
IFRS 15 bestimmt, dass Umsatzerlöse zu erfassen sind, wenn (oder sobald) die Verfügungsmacht (Control) über eine zugesagte Ware oder Dienstleistung auf den Kunden übergeht.
Question 32: Was versteht man unter dem Grundsatz der Publizität im Handelsrecht?
- Die Verpflichtung zur monatlichen Umsatzveröffentlichung
- Die Pflicht zur Veröffentlichung von Werbung
- Das Recht der Aktionäre auf Einsicht in alle Geschäftsunterlagen
- Die Pflicht zur Offenlegung von Jahresabschlüssen beim Bundesanzeiger (Correct answer)
Correct answer: Die Pflicht zur Offenlegung von Jahresabschlüssen beim Bundesanzeiger
Der Publizitätsgrundsatz verpflichtet Kapitalgesellschaften, ihre Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger zu veröffentlichen, damit Dritte Einblick in die Vermögenslage erhalten.
Question 33: Was versteht man unter EBITDA?
- Umsatz minus Materialkosten
- Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Correct answer)
- Summe aller Betriebsausgaben
- Ergebnis nach Steuern und vor Dividenden
Correct answer: Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
EBITDA steht für Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization und gibt das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen an.
Question 34: Welche Bewertungsalternative erlaubt IAS 16 für Sachanlagen nach dem Zugang, die im HGB-Einzelabschluss nicht zulässig ist?
- Bewertung zum Liquidationswert
- Bewertung zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten
- Neubewertungsmodell: Sachanlagen werden zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet, Wertsteigerungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital (Neubewertungsrücklage) erfasst (Correct answer)
- Bewertung zum steuerlichen Teilwert
Correct answer: Neubewertungsmodell: Sachanlagen werden zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet, Wertsteigerungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital (Neubewertungsrücklage) erfasst
IAS 16 erlaubt als Alternative zum Anschaffungskostenmodell das Neubewertungsmodell: Sachanlagen werden zum Fair Value bewertet, Wertsteigerungen über die Anschaffungskosten hinaus werden erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage im Eigenkapital erfasst – im HGB-Einzelabschluss ist dies nicht zulässig.
Question 35: Was versteht man unter einem Maßnahmenplan (Action Plan)?
- Ein konkreter Plan, der Aktivitäten, Verantwortlichkeiten, Ressourcen und Termine zur Erreichung definierter Ziele festlegt (Correct answer)
- Eine Liste aller geplanten Investitionen des Unternehmens
- Die Planungsgrundlage für den Jahresabschluss
- Ein Risikomanagementdokument für externe Prüfer
Correct answer: Ein konkreter Plan, der Aktivitäten, Verantwortlichkeiten, Ressourcen und Termine zur Erreichung definierter Ziele festlegt
Ein Maßnahmenplan operationalisiert strategische oder operative Ziele durch konkrete Aktivitäten mit definierten Verantwortlichkeiten, Ressourcen und Terminvorgaben.
Question 36: Wie berechnet sich die Debitorenlaufzeit (DSO)?
- Verbindlichkeiten × 360 ÷ Materialaufwand
- Vorräte × 360 ÷ Umsatz
- Eigenkapital × 360 ÷ Jahresüberschuss
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen × 360 ÷ Umsatz (Correct answer)
Correct answer: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen × 360 ÷ Umsatz
Die Debitorenlaufzeit (Days Sales Outstanding) = Forderungen × 360 ÷ Umsatz und gibt an, wie viele Tage durchschnittlich bis zum Zahlungseingang der Kunden vergehen.
Question 37: Was ist eine horizontale Bilanzanalyse?
- Aufteilung der Bilanzpositionen nach Fristigkeit
- Analyse der Struktur eines einzigen Jahresabschlusses durch Verhältniskennzahlen
- Zeitreihenvergleich mehrerer Jahresabschlüsse desselben Unternehmens zur Trendanalyse (Correct answer)
- Vergleich von Unternehmen derselben Branche zum gleichen Zeitpunkt
Correct answer: Zeitreihenvergleich mehrerer Jahresabschlüsse desselben Unternehmens zur Trendanalyse
Bei der horizontalen Bilanzanalyse werden Jahresabschlüsse mehrerer Perioden desselben Unternehmens verglichen, um Trends und Veränderungen in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erkennen.
Question 38: Was ist die Hauptaufgabe des Controllings im Unternehmen?
- Buchhalterische Erfassung aller Geschäftsvorfälle
- Prüfung des Jahresabschlusses auf Ordnungsmäßigkeit
- Planung, Steuerung und Kontrolle zur Sicherung der Unternehmenszielerreichung (Rationalitätssicherung) (Correct answer)
- Durchführung von Betriebsprüfungen durch die Finanzbehörden
Correct answer: Planung, Steuerung und Kontrolle zur Sicherung der Unternehmenszielerreichung (Rationalitätssicherung)
Controlling ist ein Führungsunterstützungssystem, das durch Planung, Informationsversorgung und Kontrolle die Entscheidungsrationalität des Managements sichern soll.
Question 39: Welche Kennzahl beschreibt den Deckungsgrad des Anlagevermögens durch Eigenkapital?
- Cashflow-Rate = Cashflow ÷ Gesamtkapital × 100
- Umsatzrendite = Jahresüberschuss ÷ Umsatz × 100
- Liquidität 2. Grades = (UV - Vorräte) ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten
- Anlagendeckungsgrad I = Eigenkapital ÷ Anlagevermögen × 100 (Correct answer)
Correct answer: Anlagendeckungsgrad I = Eigenkapital ÷ Anlagevermögen × 100
Der Anlagendeckungsgrad I zeigt, zu welchem Prozentsatz das Anlagevermögen durch Eigenkapital gedeckt ist; ein Wert über 100% gilt als günstig.
Question 40: Was ist ein Investitionsplan im Rahmen der Unternehmensplanung?
- Der Plan für die Aufnahme neuer Fremdmittel
- Eine Zusammenfassung abgeschlossener Investitionsprojekte
- Ein Plan für die Dividendenausschüttung an Aktionäre
- Eine vorausschauende Aufstellung geplanter Investitionen in Sachanlagen, Finanzanlagen und immaterielles Vermögen mit Terminen und Budgets (Correct answer)
Correct answer: Eine vorausschauende Aufstellung geplanter Investitionen in Sachanlagen, Finanzanlagen und immaterielles Vermögen mit Terminen und Budgets
Der Investitionsplan legt fest, welche Investitionen in welchem Zeitraum und mit welchem Budget geplant sind, und bildet die Grundlage für die Finanzierungsplanung.
Question 41: Was zeigt die Kapitalumschlagshäufigkeit?
- Die Häufigkeit der Dividendenausschüttungen
- Den Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen
- Wie oft das eingesetzte Kapital durch den Umsatz 'umgeschlagen' wird (Correct answer)
- Wie oft das Eigenkapital im Jahr verzinst wird
Correct answer: Wie oft das eingesetzte Kapital durch den Umsatz 'umgeschlagen' wird
Die Kapitalumschlagshäufigkeit = Umsatz ÷ Gesamtkapital und zeigt, wie effizient das eingesetzte Kapital zur Umsatzgenerierung genutzt wird.
Question 42: Was sind aktuelle Entwicklungen im Bereich Kostenrechnung und Controlling?
- Keine Veränderungen
- Nur historische Entwicklungen
- Gesetzesänderungen, technologische Neuerungen und neue Standards (Correct answer)
- Nur EU-Vorgaben
Correct answer: Gesetzesänderungen, technologische Neuerungen und neue Standards
Aktualität ist in der Prüfungsvorbereitung wichtig.
Question 43: Was sind die Pflichten des Geschäftsführers einer GmbH gemäß § 43 GmbHG?
- Ausschließlich die Erstellung des Jahresabschlusses
- Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes; Haftung gegenüber der Gesellschaft bei Pflichtverletzung (Correct answer)
- Nur die externe Repräsentation der Gesellschaft ohne interne Pflichten
- Alleinige Verantwortung für Steuerverbindlichkeiten ohne gesellschaftsinterne Pflichten
Correct answer: Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes; Haftung gegenüber der Gesellschaft bei Pflichtverletzung
Gemäß § 43 GmbHG schulden Geschäftsführer der Gesellschaft die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes; bei schuldhafter Pflichtverletzung haften sie der Gesellschaft gegenüber auf Schadensersatz.
Question 44: Welche Kennzahl gibt Auskunft über die operative Profitabilität eines Unternehmens?
- EBIT-Marge = EBIT / Umsatz × 100 (Correct answer)
- Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Bilanzsumme × 100
- Liquiditätsgrad I = Zahlungsmittel / kurzfristige Verbindlichkeiten × 100
- Verschuldungsgrad = Fremdkapital / Eigenkapital × 100
Correct answer: EBIT-Marge = EBIT / Umsatz × 100
Die EBIT-Marge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Verhältnis zum Umsatz) misst die operative Rentabilität unabhängig von Finanzierungsstruktur und Steuerbelastung.
Question 45: Welche Organe sind bei einer GmbH gesetzlich vorgeschrieben?
- Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung
- Nur der Geschäftsführer als alleiniges Pflichorgan
- Geschäftsführer und Gesellschafterversammlung; ein Aufsichtsrat ist nur bei mehr als 500 Arbeitnehmern Pflicht (Correct answer)
- Geschäftsführer, Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung sind stets vorgeschrieben
Correct answer: Geschäftsführer und Gesellschafterversammlung; ein Aufsichtsrat ist nur bei mehr als 500 Arbeitnehmern Pflicht
Die GmbH muss mindestens einen Geschäftsführer und eine Gesellschafterversammlung haben; ein Aufsichtsrat ist erst ab 500 Arbeitnehmern (Mitbestimmungsgesetz) oder per Gesellschaftsvertrag vorgeschrieben.
Question 46: Auf welchen Abschluss sind börsennotierte Unternehmen in der EU gemäß der IAS-Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 verpflichtet, IFRS anzuwenden?
- Auf den Konzernabschluss (Correct answer)
- Auf den steuerlichen Jahresabschluss
- Auf den Einzelabschluss aller Kapitalgesellschaften
- Auf den Lagebericht
Correct answer: Auf den Konzernabschluss
Die EU-IAS-Verordnung verpflichtet kapitalmarktorientierte Unternehmen, deren Wertpapiere zum Handel an einem geregelten Markt zugelassen sind, ihren Konzernabschluss nach IFRS aufzustellen.
Question 47: Was versteht man unter einer GmbH & Co. KG?
- Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung für alle Beteiligten ohne Vollhafter
- Eine GmbH mit einem zusätzlichen Kommanditisten als stillem Gesellschafter
- Eine KG, bei der der Komplementär (Vollhafter) eine GmbH ist, die dann für die Haftung einsteht (Correct answer)
- Eine AG, die in eine KG umgewandelt wurde
Correct answer: Eine KG, bei der der Komplementär (Vollhafter) eine GmbH ist, die dann für die Haftung einsteht
Bei der GmbH & Co. KG ist nicht eine natürliche Person, sondern eine GmbH der Komplementär, wodurch faktisch alle Gesellschafter nur beschränkt haften – die GmbH haftet unbeschränkt, aber nur mit ihrem (beschränkten) GmbH-Vermögen.
Question 48: Welche Maßnahme dient der ergebnismindernden Bilanzpolitik?
- Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil
- Bildung von Rückstellungen in maximal zulässiger Höhe (Correct answer)
- Ansatz des Zeitwerts statt der Anschaffungskosten bei gestiegenen Börsenwerten
- Aktivierung aller aktivierungsfähigen Eigenleistungen
Correct answer: Bildung von Rückstellungen in maximal zulässiger Höhe
Die Bildung von Rückstellungen erhöht den Aufwand und mindert damit den Jahresüberschuss; indem man Rückstellungen in der maximal zulässigen Höhe bildet, verringert man den ausgewiesenen Gewinn.
Question 49: Welche Fachbegriffe sind im Bereich Steuerrecht zentral?
- Nur englische Begriffe
- Die grundlegenden Definitionen und Fachausdrücke des jeweiligen Themengebiets (Correct answer)
- Keine besonderen Begriffe
- Nur Abkürzungen
Correct answer: Die grundlegenden Definitionen und Fachausdrücke des jeweiligen Themengebiets
Fachterminologie muss sicher beherrscht werden.
Question 50: Wie verknüpft sich Buchführung und Bilanzierung mit anderen Fachgebieten?
- Nur mit Wirtschaft
- Gar nicht
- Durch fachübergreifende Zusammenhänge und interdisziplinäre Anwendungen (Correct answer)
- Nur mit Recht
Correct answer: Durch fachübergreifende Zusammenhänge und interdisziplinäre Anwendungen
Fachübergreifendes Denken wird in Prüfungen zunehmend gefordert.
Question 51: Was versteht man unter Prokura?
- Eine handelsrechtliche Vollmacht, die zur Vornahme aller gerichtlichen und außergerichtlichen Rechtsgeschäfte berechtigt, ausgenommen Grundstücksveräußerungen (Correct answer)
- Eine auf einzelne Geschäftsarten beschränkte Vollmacht
- Die gesetzliche Vertretungsbefugnis des Geschäftsführers einer GmbH
- Die Zeichnungsbefugnis für Bankkonten bis zu einem bestimmten Betrag
Correct answer: Eine handelsrechtliche Vollmacht, die zur Vornahme aller gerichtlichen und außergerichtlichen Rechtsgeschäfte berechtigt, ausgenommen Grundstücksveräußerungen
Die Prokura (§ 49 HGB) ist eine umfassende handelsrechtliche Vollmacht für alle branchenüblichen Geschäfte; ausgenommen sind nur die Veräußerung und Belastung von Grundstücken.
Question 52: Was ist der Unterschied zwischen einem Budget und einem Forecast?
- Das Budget enthält nur Kosten, der Forecast auch Erlöse
- Budget und Forecast sind identisch, nur die Bezeichnungen unterscheiden sich
- Das Budget wird monatlich aktualisiert, der Forecast nur einmal jährlich
- Das Budget ist der zu Jahresbeginn verbindliche Plan; der Forecast ist eine unterjährige Anpassung der Erwartungen (Correct answer)
Correct answer: Das Budget ist der zu Jahresbeginn verbindliche Plan; der Forecast ist eine unterjährige Anpassung der Erwartungen
Das Budget wird zu Jahresbeginn festgelegt und dient als Ziel- und Kontrollgröße, während der Forecast eine aktuelle, angepasste Erwartung des Jahresergebnisses darstellt.
Question 53: Welche Mindestanzahl an Aktionären ist zur Gründung einer AG erforderlich?
- Mindestens fünf Aktionäre
- Ein Aktionär reicht aus (Einpersonen-AG) (Correct answer)
- Mindestens drei Aktionäre
- Mindestens zwei Aktionäre
Correct answer: Ein Aktionär reicht aus (Einpersonen-AG)
Seit der Reform des Aktiengesetzes ist die Gründung einer Einpersonen-AG möglich; es genügt ein Gründer, der alle Aktien übernimmt.
Question 54: Wie unterscheiden sich kurzfristige Erfolgsrechnung (KER) und Jahresabschluss-GuV?
- KER folgt dem Gesamtkostenverfahren, GuV immer dem Umsatzkostenverfahren
- KER ist monatlich, auf Kostenartenbasis und für interne Steuerung; GuV ist jährlich, nach HGB und für externe Adressaten (Correct answer)
- Es gibt keine inhaltlichen Unterschiede, nur unterschiedliche Bezeichnungen
- KER gilt nur für Kapitalgesellschaften, GuV für alle Unternehmensformen
Correct answer: KER ist monatlich, auf Kostenartenbasis und für interne Steuerung; GuV ist jährlich, nach HGB und für externe Adressaten
Die KER ist ein kurzfristiges (monatliches/quartalsweises) internes Berichtsinstrument nach kalkulatorischen Gesichtspunkten, während die GuV ein jährlicher gesetzlicher Pflichtbericht nach HGB/IFRS ist.
Question 55: Was versteht man unter dem Goodwill in der Bilanz?
- Das gesamte immaterielle Vermögen laut Handelsregister
- Den Marktwert der eigenen Marken eines Unternehmens
- Den Firmenwert, der jährlich neu bewertet und angepasst wird
- Den Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis eines Unternehmens und dem Zeitwert seiner identifizierbaren Nettovermögenswerte (Correct answer)
Correct answer: Den Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis eines Unternehmens und dem Zeitwert seiner identifizierbaren Nettovermögenswerte
Goodwill entsteht bei einem Unternehmenskauf als Differenz zwischen dem gezahlten Kaufpreis und dem Zeitwert der erworbenen Nettovermögenswerte; er spiegelt nicht bilanzierbare Werte wie Kundenbeziehungen oder Synergien wider.
Question 56: Was sind typische Fehler bei Kostenrechnung und Controlling?
- Oberflächliches Lernen, fehlender Praxisbezug und Vernachlässigung aktueller Änderungen (Correct answer)
- Es gibt keine typischen Fehler
- Nur Flüchtigkeitsfehler
- Nur Zeitprobleme
Correct answer: Oberflächliches Lernen, fehlender Praxisbezug und Vernachlässigung aktueller Änderungen
Häufige Fehler lassen sich durch systematisches Lernen vermeiden.
Question 57: Wie unterscheiden sich HGB und IFRS (IAS 36) bei der Wertaufholung von zuvor außerplanmäßig abgeschriebenen Sachanlagen?
- Beide Systeme verbieten eine Zuschreibung nach einer außerplanmäßigen Abschreibung
- Nach IFRS ist keine Wertaufholung möglich, nach HGB schon
- Sowohl nach HGB als auch nach IFRS besteht ein Wertaufholungsgebot bis maximal zum fortgeführten Buchwert ohne die frühere außerplanmäßige Abschreibung (Correct answer)
- Nach HGB besteht nur ein Wahlrecht zur Zuschreibung, während IFRS ein Gebot vorschreibt
Correct answer: Sowohl nach HGB als auch nach IFRS besteht ein Wertaufholungsgebot bis maximal zum fortgeführten Buchwert ohne die frühere außerplanmäßige Abschreibung
Sowohl nach HGB (§ 253 Abs. 5 HGB) als auch nach IFRS (IAS 36) besteht ein Wertaufholungsgebot, wenn die Gründe für eine frühere außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind; die Zuschreibung ist jeweils auf den Betrag begrenzt, der ohne die frühere Abschreibung angesetzt worden wäre.
Question 58: Was regelt das Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) von 1976?
- Die Mitbestimmung der Gesellschafter bei Investitionsentscheidungen
- Die Beteiligung der Belegschaft am Unternehmensgewinn
- Die paritätische Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat von Unternehmen mit mehr als 2.000 Beschäftigten (Correct answer)
- Das Wahlrecht der Aktionäre bei der Hauptversammlung
Correct answer: Die paritätische Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat von Unternehmen mit mehr als 2.000 Beschäftigten
Das MitbestG 1976 schreibt für Unternehmen mit mehr als 2.000 Arbeitnehmern eine gleichberechtigte (paritätische) Besetzung des Aufsichtsrats mit Anteilseignern und Arbeitnehmervertretern vor.
Question 59: Welches Organ gibt die International Financial Reporting Standards (IFRS) heraus?
- Das Financial Accounting Standards Board (FASB)
- Das International Accounting Standards Board (IASB) (Correct answer)
- Das Deutsche Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
- Die Europäische Zentralbank (EZB)
Correct answer: Das International Accounting Standards Board (IASB)
Die IFRS werden vom International Accounting Standards Board (IASB) entwickelt und veröffentlicht.
Question 60: Was sind die häufigsten Prüfungsaufgaben im Bereich Kostenrechnung und Controlling?
- Nur Lückentexte
- Nur Definitionen
- Anwendungsaufgaben, Fallbeispiele und Wissensfragen zu Kernthemen (Correct answer)
- Nur Rechenaufgaben
Correct answer: Anwendungsaufgaben, Fallbeispiele und Wissensfragen zu Kernthemen
Prüfungen testen vor allem die Anwendung von Fachwissen.
IHK Geprüfte/r Bilanzbuchhalter/in – Bachelor Professional in Bilanzbuchhaltung
Die IHK-Prüfung zum/zur Geprüften Bilanzbuchhalter/in (Bachelor Professional in Bilanzbuchhaltung) umfasst drei schriftliche Klausuren à 240 Minuten sowie eine mündliche Präsentation mit Fachgespräch. Sie prüft fundierte Kenntnisse in Buchführung, Bilanzierung, Jahresabschlussanalyse, Steuerrecht und Finanzierung gemäß der Prüfungsverordnung 2020.
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