Pflegefachmann Pflegefachmann Kommunikation und Gesprächsführung 2 — Questions and Answers
Question 1: Wie geht man professionell mit einem aggressiven Patienten um?
- Lautstärke erhöhen und Grenzen klar setzen
- Ruhe bewahren, Sicherheitsabstand einhalten, deeskalierend kommunizieren und ggf. Hilfe anfordern (Correct answer)
- Den Patienten allein lassen bis er sich beruhigt
- Sofort Alarm auslösen und Fixierungsmaßnahmen einleiten
Correct answer: Ruhe bewahren, Sicherheitsabstand einhalten, deeskalierend kommunizieren und ggf. Hilfe anfordern
Bei Aggression ist Deeskalation vorrangig: ruhige Stimme, Sicherheitsabstand, aktives Zuhören und falls nötig Unterstützung durch Kollegen oder Sicherheitsdienst.
Question 2: Was versteht man unter dem 'SPIKES'-Modell in der Pflege?
- Ein Modell zur Schmerzerfassung
- Ein strukturiertes Modell zur Übermittlung schlechter Nachrichten (Correct answer)
- Ein Modell zur Sturzrisikoerfassung
- Ein Kommunikationsmodell für Teamgespräche
Correct answer: Ein strukturiertes Modell zur Übermittlung schlechter Nachrichten
Das SPIKES-Protokoll (Setting, Perception, Invitation, Knowledge, Emotions, Strategy) bietet einen strukturierten Rahmen für die einfühlsame Übermittlung schwieriger Diagnosen oder Prognosen.
Question 3: Was ist ein Pflegegespräch?
- Ein informelles Gespräch über den Tagesablauf
- Ein zielgerichtetes, professionelles Gespräch zwischen Pflegeperson und Patient zur Informationserhebung, Beratung oder Unterstützung (Correct answer)
- Ein Gespräch zwischen Pflegenden untereinander
- Eine Pflegevisite mit dem Arzt
Correct answer: Ein zielgerichtetes, professionelles Gespräch zwischen Pflegeperson und Patient zur Informationserhebung, Beratung oder Unterstützung
Das Pflegegespräch ist ein professionelles Instrument der Pflege mit konkreten Zielen wie Anamnese, Beratung, Edukation oder emotionaler Unterstützung.
Question 4: Wie kommuniziert man verständlich mit einem verwirrten (deliranten) Patienten?
- Komplexe Informationen schnell und präzise liefern
- Kurze, einfache Sätze verwenden, ruhig sprechen, Blickkontakt halten und Reality-Orientation anbieten (Correct answer)
- Den Patienten mit vielen Fragen zur Realität zurückbringen
- Laut und deutlich sprechen, um sicherzustellen, dass er alles hört
Correct answer: Kurze, einfache Sätze verwenden, ruhig sprechen, Blickkontakt halten und Reality-Orientation anbieten
Bei verwirrten Patienten sind kurze, klare Sätze, ruhiger Tonfall und Reality-Orientation (Datum, Ort, Kontext nennen) wirkungsvolle kommunikative Maßnahmen.
Question 5: Was versteht man unter 'Psychoeduktion' in der Pflege?
- Die psychologische Ausbildung von Pflegenden
- Die strukturierte Wissensvermittlung an Patienten und Angehörige über Erkrankung und Umgang damit (Correct answer)
- Psychotherapeutische Maßnahmen durch Pflegepersonal
- Die Schulung von Patienten in Entspannungstechniken
Correct answer: Die strukturierte Wissensvermittlung an Patienten und Angehörige über Erkrankung und Umgang damit
Psychoedukation ist die gezielte Vermittlung von Informationen über Erkrankungen, Behandlung und Selbstmanagement, um Patienten und Angehörige zu befähigen.
Question 6: Was ist wichtig bei der Übermittlung von Informationen an Angehörige?
- Angehörige dürfen immer alle Patienteninformationen erhalten
- Die Schweigepflicht muss beachtet werden; Informationen nur mit ausdrücklicher Einwilligung des Patienten weitergegeben werden (Correct answer)
- Angehörige erhalten alle Informationen, wenn der Patient bewusstlos ist
- Informationen an Angehörige sind nicht Teil der Pflegekompetenz
Correct answer: Die Schweigepflicht muss beachtet werden; Informationen nur mit ausdrücklicher Einwilligung des Patienten weitergegeben werden
Die ärztliche und pflegerische Schweigepflicht gilt auch gegenüber Angehörigen; Informationen dürfen nur mit dem ausdrücklichen Einverständnis des Patienten weitergegeben werden.
Wie geht man professionell mit einem aggressiven Patienten um?