Meisterprüfung Meisterprüfung Kalkulation und Angebotswesen 2 — Questions and Answers
Question 1: Was ist ein 'Nachtrag' bei einem Bauvertrag und wann ist er berechtigt?
- Eine Vergütungsanpassung bei geänderten oder zusätzlichen Leistungen, die vom ursprünglichen Auftrag abweichen (Correct answer)
- Eine Preiserhöhung nach Fertigstellung
- Ein nachträglicher Rabatt für den Kunden
- Ein Protokoll über Baumängel
Correct answer: Eine Vergütungsanpassung bei geänderten oder zusätzlichen Leistungen, die vom ursprünglichen Auftrag abweichen
Nachträge sind berechtigt, wenn der Auftraggeber Leistungsänderungen anordnet (§ 1 Nr. 3 VOB/B) oder zusätzliche Leistungen notwendig werden.
Question 2: Wie funktioniert das 'Kalkulationsschema' bei der Angebotserstellung im Handwerk?
- Einzelkosten + Gemeinkosten = Selbstkosten; + Gewinnzuschlag = Nettopreis; + MwSt. = Bruttoangebotspreis (Correct answer)
- Materialpreis × 2 = Angebotspreis
- Stundensatz × Stunden = Gesamtpreis
- Einkaufspreis + 30 % = Verkaufspreis
Correct answer: Einzelkosten + Gemeinkosten = Selbstkosten; + Gewinnzuschlag = Nettopreis; + MwSt. = Bruttoangebotspreis
Das Kalkulationsschema beginnt mit Einzelkosten (Material, Lohn, Sondereinzelkosten), addiert Gemeinkosten, dann Gewinn und schließlich MwSt.
Question 3: Was ist der Unterschied zwischen 'Pauschalvertrag' und 'Einheitspreisvertrag'?
- Pauschalvertrag hat festen Gesamtpreis unabhängig von Mengen; Einheitspreisvertrag rechnet nach tatsächlichen Mengen ab (Correct answer)
- Beide sind identisch
- Pauschalvertrag gilt nur für Großprojekte
- Einheitspreisvertrag ist immer günstiger
Correct answer: Pauschalvertrag hat festen Gesamtpreis unabhängig von Mengen; Einheitspreisvertrag rechnet nach tatsächlichen Mengen ab
Beim Pauschalvertrag trägt der Unternehmer das Mengenrisiko; beim Einheitspreisvertrag verbleibt es beim Auftraggeber.
Question 4: Was versteht man unter 'Deckungsbeitrag' in der betrieblichen Kalkulation?
- Differenz zwischen Erlös und variablen Kosten; trägt zur Deckung der Fixkosten bei (Correct answer)
- Der Gewinn nach Steuern
- Die Summe der Materialkosten
- Der Umsatz abzüglich MwSt.
Correct answer: Differenz zwischen Erlös und variablen Kosten; trägt zur Deckung der Fixkosten bei
Der Deckungsbeitrag (DB = Erlös – variable Kosten) zeigt, wie viel ein Auftrag zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn beiträgt.
Question 5: Welche Angaben sind auf einem rechtsgültigen Angebot im Handwerk zwingend erforderlich?
- Angebotsempfänger, Leistungsbeschreibung, Preis, Gültigkeitsdauer, Steuer-Nr./USt-IdNr. und Unterschrift (Correct answer)
- Nur Preis und Leistung
- Nur der Endpreis inkl. MwSt.
- Firmenname und Datum
Correct answer: Angebotsempfänger, Leistungsbeschreibung, Preis, Gültigkeitsdauer, Steuer-Nr./USt-IdNr. und Unterschrift
Ein rechtssicheres Angebot enthält Auftragnehmer- und Auftraggeber-Daten, genaue Leistungsbeschreibung, Preise, USt., Zahlungsbedingungen und Gültigkeitsfrist.
Question 6: Was ist der 'Break-even-Point' in der Betriebsplanung?
- Die Umsatzmenge, bei der Erlöse und Gesamtkosten gleich sind (Gewinnschwelle) (Correct answer)
- Der günstigste Einkaufspreis
- Der Zeitpunkt der ersten Gewinnausschüttung
- Die maximale Auslastung der Werkstatt
Correct answer: Die Umsatzmenge, bei der Erlöse und Gesamtkosten gleich sind (Gewinnschwelle)
Am Break-even-Punkt ist der Deckungsbeitrag gleich den Fixkosten – erst darüber beginnt der Betrieb, Gewinn zu erzielen.
Was ist ein 'Nachtrag' bei einem Bauvertrag und wann ist er berechtigt?