Kenntnisprüfung Pädiatrie und Kinderheilkunde 2 — Questions and Answers
Question 1: Welche Maßnahme hat beim Plötzlichen Kindstod (SIDS) die stärkste präventive Evidenz?
- Rückenschlaflage, rauchfreie Umgebung und eigenes Bett im Elternschlafzimmer (Correct answer)
- Bauchlage zur Vermeidung von Aspirationen
- Schnuller und feste Bettwäsche im Gitterbett
- Impfung gegen respiratorische Viren im Säuglingsalter
Correct answer: Rückenschlaflage, rauchfreie Umgebung und eigenes Bett im Elternschlafzimmer
Die Rückenschlaflage hat das SIDS-Risiko nachweislich um über 50% reduziert; zusätzlich sind Rauchfreiheit und ein eigener Schlafplatz entscheidend.
Question 2: Was beschreibt den Unterschied zwischen einer angeborenen und erworbenen Immunschwäche?
- Primär: genetisch bedingte Immundefekte; sekundär: durch Erkrankungen/Medikamente erworbene Immunschwäche (Correct answer)
- Primär: durch Viren erworben; sekundär: genetisch bedingt
- Primär: nur humorale Defekte; sekundär: nur zelluläre Defekte
- Primär: reversibel; sekundär: irreversibel
Correct answer: Primär: genetisch bedingte Immundefekte; sekundär: durch Erkrankungen/Medikamente erworbene Immunschwäche
Primäre Immundefekte sind angeboren und genetisch determiniert, während sekundäre Immundefekte durch Erkrankungen (HIV), Medikamente oder Mangelernährung erworben werden.
Question 3: Welches Symptom ist pathognomonisch für eine Masernerkrankung?
- Koplik-Flecken (weiße Flecken auf roter Mundschleimhaut) im Prodromalstadium (Correct answer)
- Vesikulöser Ausschlag im Gesicht mit Zentripetalmuster
- Schmetterlingsförmiger Ausschlag über Wangen und Nase
- Pflaumenblütenförmiges Exanthem an Handflächen und Fußsohlen
Correct answer: Koplik-Flecken (weiße Flecken auf roter Mundschleimhaut) im Prodromalstadium
Koplik-Flecken, kleine weiße Flecken an der Wangenschleimhaut gegenüber den Backenzähnen, treten 1–2 Tage vor dem Exanthem auf und sind pathognomonisch.
Question 4: Welche ist die häufigste Ursache eines Fieberkrampfes bei Kleinkindern?
- Rapid ansteigende Körpertemperatur bei viralen Infekten (meist > 38°C) (Correct answer)
- Bakterielle Meningitis als Auslöser
- Elektrolytstörungen durch Erbrechen und Durchfall
- Idiopathische Epilepsie mit Fieber als Trigger
Correct answer: Rapid ansteigende Körpertemperatur bei viralen Infekten (meist > 38°C)
Fieberkrämpfe entstehen typisch bei rasantem Fieberanstieg im Rahmen viraler Infekte und betreffen 2–5% aller Kinder zwischen 6 Monaten und 5 Jahren.
Question 5: Welches ist ein charakteristisches Symptom der neonatalen Hypoglykämie?
- Jitteriness (Zittern), Lethargie, Trinkschwäche und Krampfanfälle (Correct answer)
- Fieber und Tachykardie als Frühzeichen
- Zyanose und Atemnotsyndrom als einzige Symptome
- Ikterus und Anämie als Leitsymptom
Correct answer: Jitteriness (Zittern), Lethargie, Trinkschwäche und Krampfanfälle
Neonatale Hypoglykämie manifestiert sich unspezifisch mit Zittern, Apathie, schlechtem Trinken und in schweren Fällen mit Krampfanfällen.
Question 6: Welcher Wachstumsstörung bei Kindern liegt ein Mangel an Wachstumshormon (GH) zugrunde?
- Hypophysärer Kleinwuchs (GH-Mangel) mit normal proportioniertem Körper (Correct answer)
- Achondroplasie durch FGFR3-Mutation
- Konstitutionelle Entwicklungsverzögerung
- Primordaler Kleinwuchs durch intrauterine Wachstumsretardierung
Correct answer: Hypophysärer Kleinwuchs (GH-Mangel) mit normal proportioniertem Körper
GH-Mangel führt zu proportioniertem Kleinwuchs mit normalem Körperbau, der auf GH-Substitutionstherapie gut anspricht.
Welche Maßnahme hat beim Plötzlichen Kindstod (SIDS) die stärkste präventive Evidenz?