§34a §34a Waffenrecht und Eigensicherung 2 — Questions and Answers
Question 1: Was versteht man unter dem Begriff „Eigensicherung" im Sicherheitsgewerbe?
- Alle Maßnahmen, die eine Sicherheitskraft ergreift, um die eigene körperliche Unversehrtheit zu schützen (Correct answer)
- Das Sichern von Wertgegenständen vor Diebstahl am eigenen Arbeitsplatz
- Das Anlegen von Handschellen bei verdächtigen Personen
- Die Sicherung des eigenen Fahrzeugs gegen Manipulation
Correct answer: Alle Maßnahmen, die eine Sicherheitskraft ergreift, um die eigene körperliche Unversehrtheit zu schützen
Eigensicherung umfasst Verhalten, Wahrnehmung und Positionierung, die die Sicherheitskraft vor Angriffen schützen.
Question 2: Welchen Abstand sollte eine Sicherheitskraft mindestens zu einer potenziell aggressiven Person einhalten?
- Mindestens 1,5–2 Meter, um genug Reaktionszeit bei einem plötzlichen Angriff zu haben (Correct answer)
- So nah wie möglich, um die Person besser kontrollieren zu können
- Mindestens 10 Meter, damit man fliehen kann
- Der Abstand spielt keine Rolle, wenn man ausgebildet ist
Correct answer: Mindestens 1,5–2 Meter, um genug Reaktionszeit bei einem plötzlichen Angriff zu haben
Ein Sicherheitsabstand von mindestens 1,5–2 Metern gibt der Sicherheitskraft genug Reaktionszeit bei einem plötzlichen Angriff.
Question 3: Was bedeutet das sicherheitstaktische Prinzip „Rückendeckung"?
- Möglichst mit dem Rücken zu einer Wand oder Ecke stehen, um Angriffe von hinten zu verhindern (Correct answer)
- Einen Kollegen stets hinter sich zu platzieren, der Befehle entgegennimmt
- Immer im Sitzen zu arbeiten, damit man nicht von hinten bedroht werden kann
- Rückendeckung bezeichnet ausschließlich die Unterstützung durch die Polizei
Correct answer: Möglichst mit dem Rücken zu einer Wand oder Ecke stehen, um Angriffe von hinten zu verhindern
Rückendeckung durch Wand oder Ecke reduziert die Anzahl möglicher Angriffsvektoren und erhöht die Sicherheit erheblich.
Question 4: Welche Aussage zur Verwendung von Handschellen durch Sicherheitspersonal ist korrekt?
- Handschellen dürfen nur dann angelegt werden, wenn ein Notwehr- oder Nothilferecht besteht und es zur Sicherung einer festgehaltenen Person erforderlich ist (Correct answer)
- Sicherheitspersonal darf Handschellen in jedem Verdachtsfall anlegen
- Handschellen sind für das Sicherheitsgewerbe grundsätzlich verboten
- Das Anlegen von Handschellen ist ein exklusives Recht der Polizei und nie durch Sicherheitspersonal erlaubt
Correct answer: Handschellen dürfen nur dann angelegt werden, wenn ein Notwehr- oder Nothilferecht besteht und es zur Sicherung einer festgehaltenen Person erforderlich ist
Der Einsatz von Fesselungsmitteln durch Sicherheitspersonal ist nur in engen Grenzen (Notwehr/Nothilfe, Festnahmerecht) zulässig.
Question 5: Was versteht man unter der „360-Grad-Wahrnehmung" als Eigensicherungsprinzip?
- Die kontinuierliche Beobachtung der gesamten Umgebung, um Gefahren frühzeitig und aus allen Richtungen zu erkennen (Correct answer)
- Das Aufstellen von Kameras in alle Himmelsrichtungen
- Die vollständige Dokumentation aller Vorkommnisse im Umfeld des Einsatzortes
- Das systematische Absuchen von Räumen mit dem Rückspiegel
Correct answer: Die kontinuierliche Beobachtung der gesamten Umgebung, um Gefahren frühzeitig und aus allen Richtungen zu erkennen
360-Grad-Wahrnehmung bedeutet, die gesamte Umgebung (nicht nur Frontbereich) ständig im Blick zu haben.
Question 6: Was ist beim Einsatz von Hilfsmitteln (z.B. Teleskopschlagstock) durch Sicherheitspersonal zu beachten?
- Der Einsatz ist nur in Notwehr- oder Nothilfesituationen erlaubt; das Tragen und Führen setzt eine waffenrechtliche Genehmigung voraus (Correct answer)
- Hilfsmittel dürfen bei jeder verdächtigen Person präventiv eingesetzt werden
- Eine mündliche Anweisung des Arbeitgebers genügt als Genehmigung
- Teleskopschlagstöcke sind im Sicherheitsgewerbe grundsätzlich erlaubt und frei einsetzbar
Correct answer: Der Einsatz ist nur in Notwehr- oder Nothilfesituationen erlaubt; das Tragen und Führen setzt eine waffenrechtliche Genehmigung voraus
Teleskopschlagstöcke fallen unter das WaffG (Anlage 2); ihr Führen bedarf einer Ausnahmegenehmigung, und ihr Einsatz setzt Notwehr voraus.
Was versteht man unter dem Begriff „Eigensicherung" im Sicherheitsgewerbe?